Batteriespeicher-Rendite richtig berechnen: Warum wir bei PV + BESS auf Re-Twin setzen
Batteriespeicher-Rendite richtig berechnen: Warum wir bei PV + BESS auf Re-Twin setzen

Batteriespeicher-Rendite richtig berechnen: Warum wir bei PV + BESS auf Re-Twin setzen
Eine Renditeberechnung ist schnell erstellt. Die entscheidende Frage lautet aber: Wie belastbar sind die Annahmen dahinter? Gerade bei Photovoltaik in Kombination mit Batteriespeichern reicht es aus unserer Sicht nicht, einige Strompreise in eine Excel-Tabelle einzutragen und daraus die nächsten 20 oder 30 Jahre hochzurechnen. Deshalb nutzen wir bei Innovar Invest inzwischen Re-Twin, um die Erlöspotenziale unserer PV- und Batteriespeicherprojekte detaillierter zu modellieren und unsere Wirtschaftlichkeitsberechnungen auf eine nachvollziehbare Datengrundlage zu stellen.
Bei einem sechsstelligen Direktinvestment erwarten wir mehr als eine schöne Renditezahl auf der Seite eines Exposés.
Und genau das sollten Sie als Investor ebenfalls tun.
Denn eine prognostizierte Rendite ist zunächst nichts anderes als das Ergebnis verschiedener Annahmen: Wie viel Strom produziert die Anlage? Zu welchen Preisen kann dieser Strom verkauft werden? Wie entwickelt sich der Markt? Welche zusätzlichen Erlöse kann ein Batteriespeicher erzielen? Welche technischen Einschränkungen gibt es?
Je komplexer das Projekt wird, desto wichtiger wird die Qualität dieser Annahmen.
Bei einer klassischen Photovoltaikanlage lässt sich die grundlegende Wirtschaftlichkeit vergleichsweise gut nachvollziehen.
Standort, Einstrahlung, technische Auslegung, erwartete Stromproduktion, Betriebskosten und Vermarktung bilden die wesentlichen Grundlagen.
Kommt ein Batteriespeicher hinzu, wird die Rechnung deutlich komplexer.
Ein moderner Batteriespeicher verdient sein Geld nicht ausschließlich dadurch, dass Strom mittags gespeichert und abends etwas teurer verkauft wird. Er kann gleichzeitig beziehungsweise nacheinander auf unterschiedlichen Strommärkten eingesetzt werden.
Dazu gehören unter anderem der Day-Ahead-Markt, Intraday-Handel sowie verschiedene Regelenergiemärkte.
Dieses Zusammenspiel verschiedener Erlösquellen wird als Revenue Stacking bezeichnet.
Genau hier liegt aus unserer Sicht einer der entscheidenden Punkte bei der Bewertung eines Batteriespeicher-Investments.
Eine realistische Berechnung muss berücksichtigen, wann welcher Markt tatsächlich zur Verfügung steht, wie viel Batteriekapazität eingesetzt werden kann und welche technischen Grenzen das konkrete System besitzt.
Re-Twin bildet solche Marktteilnahmen sequenziell ab und berücksichtigt unter anderem Day-Ahead-, Intraday- und Regelenergiemärkte. Die Plattform verbindet langfristige Marktprognosen mit einem assetbezogenen Batteriemodell.
Eine Modellrechnung kann hervorragend aussehen und trotzdem wenig mit der späteren Realität zu tun haben.
Ein einfaches Beispiel:
Wenn ein Modell im Nachhinein immer den jeweils günstigsten Kaufzeitpunkt und den teuersten Verkaufszeitpunkt kennt, entstehen zwangsläufig beeindruckende Ergebnisse.
Nur besitzt ein realer Stromhändler diese perfekte Voraussicht nicht.
Deshalb halten wir einen anderen Ansatz für sinnvoller.
Re-Twin arbeitet bei den Modellierungen bewusst mit einer Form von „imperfect foresight“ beziehungsweise unvollständiger Voraussicht. Vereinfacht gesagt: Das Modell geht nicht davon aus, dass zukünftige Preisbewegungen immer perfekt vorhergesehen werden können. Damit sollen reale Marktfriktionen und Prognoseunsicherheiten stärker berücksichtigt werden.
Für uns ist genau das interessant.
Denn wir wollen einem Investor nicht zeigen, was theoretisch im perfekten Szenario möglich wäre.
Wir wollen möglichst belastbar einschätzen, was unter realistischen Bedingungen wirtschaftlich erreichbar sein kann.
Wir nutzen Re-Twin inzwischen als Werkzeug für die Bewertung unserer Projekte mit Batteriespeicher.
Dabei geht es nicht darum, Verantwortung an irgendeine Software abzugeben.
Im Gegenteil.
Das Tool hilft uns dabei, unterschiedliche Szenarien nachvollziehbarer zu betrachten und Annahmen transparent zu machen.
Unter anderem können technische Parameter eines Speichers, Marktteilnahme, Degradation, Netzrestriktionen und verschiedene Erlösquellen in die Analyse einbezogen werden. Re-Twin stellt dafür unter anderem projektspezifische Umsatzprognosen, Cashflows und Szenarioanalysen bereit.
Für einen Investor bedeutet das:
Die Renditeberechnung basiert nicht einfach auf einem pauschalen zukünftigen Strompreis.
Wir können genauer betrachten, woher die prognostizierten Erlöse stammen und welche Annahmen dahinterstehen.
Und genau das ist uns wichtig.
Zusätzliche Relevanz bekommt die Methodik dadurch, dass sie extern überprüft wurde.
Nach der uns vorliegenden PwC-Prüfung wurde unter anderem untersucht, wie Re-Twin unterschiedliche Erlösquellen modelliert, wie die zeitliche Abfolge der Strommärkte berücksichtigt wird und wie sich die langfristigen Ergebnisse im Vergleich zu anderen Bewertungsansätzen einordnen.
Dabei zeigte sich unter anderem, dass die verwendete Methodik mit etablierten Modellierungsansätzen vergleichbar ist und die langfristigen Erlösprognosen auf einem ähnlichen Niveau wie die Vergleichsmodellierung von PwC lagen.
Wichtig ist uns an dieser Stelle eine saubere Abgrenzung:
Damit bestätigt PwC nicht die Rendite eines konkreten Innovar-Investments.
Geprüft wurde die zugrunde liegende Bewertungsmethodik.
Und genau das macht die Aussage für uns wertvoll.
Denn eine belastbare Investitionsentscheidung entsteht nicht dadurch, dass jemand eine bestimmte Rendite garantiert. Sie entsteht dadurch, dass die Berechnung dahinter nachvollziehbar und methodisch sauber aufgebaut ist.
Ein Batteriespeicher kann auf verschiedene Weise Erlöse erwirtschaften.
Beispielsweise kann Energie bei niedrigen Preisen aufgenommen und später bei höheren Preisen wieder verkauft werden.
Zusätzlich kann der Speicher Leistung für die Stabilisierung des Stromnetzes bereitstellen.
Bei Re-Twin werden verschiedene Erlösarten aus Energie- und Regelenergiemärkten gemeinsam betrachtet. Für PV-Speicher-Kombinationen können dabei auch technische Einschränkungen und gemeinsame Netzanschlusspunkte berücksichtigt werden.
Das klingt zunächst sehr technisch.
Für einen Investor ist die Konsequenz allerdings einfach:
Die Wirtschaftlichkeit eines Batteriespeichers hängt nicht an einer einzigen Strompreisannahme.
Sie entsteht aus vielen einzelnen Märkten und deren Zusammenspiel.
Wer dieses Zusammenspiel nicht vernünftig modelliert, kann auch keine besonders belastbare Aussage über die zukünftige Rendite treffen.
Unsere Investoren kaufen keine Aktie, die sie morgen wieder mit einem Klick verkaufen.
Sie investieren teilweise sechsstellige Beträge in reale Energieinfrastruktur.
Bei unseren Direktinvestitionen stehen deshalb langfristige Wirtschaftlichkeit, transparente Eigentumsstrukturen und nachvollziehbare Projektdaten im Mittelpunkt. Die Kombination aus Photovoltaik, steuerlicher Gestaltung und langfristigem Sachwert bildet bereits heute den Kern unseres Angebots.
Mit Batteriespeichern kommt ein weiterer wirtschaftlicher Baustein hinzu.
Der Speicher kann zusätzliche Erlöspotenziale eröffnen und die Vermarktungsmöglichkeiten eines Solarparks erweitern.
Aber mehr Möglichkeiten bedeuten eben auch mehr Komplexität.
Und wir halten nichts davon, Komplexität hinter einer schön aussehenden Renditezahl zu verstecken.
Lieber möchten wir erklären können:
Genau dafür setzen wir Re-Twin ein.
Auch das gehört zu einer seriösen Betrachtung.
Kein Modell kann heute exakt vorhersagen, wie sich Strompreise, Regulierung oder einzelne Märkte in 10, 20 oder 30 Jahren entwickeln werden.
Eine gute Modellierung nimmt einem Investment dieses Risiko nicht ab.
Sie macht es aber sichtbarer und besser bewertbar.
Und das ist ein erheblicher Unterschied.
Denn zwischen
„Wir gehen davon aus, dass der Speicher ungefähr X Euro verdient“
und
„Wir können zeigen, aus welchen Märkten diese Erlöse stammen, mit welchen Annahmen gerechnet wurde und wie sich Veränderungen auf das Ergebnis auswirken“
liegen aus unserer Sicht Welten.
Photovoltaik plus Batteriespeicher ist wirtschaftlich eines der spannendsten Themen, mit denen wir uns aktuell beschäftigen.
Aber gerade deshalb sollten Investoren bei sehr hohen Renditeversprechen genau hinschauen.
Eine Zahl alleine schafft keine Sicherheit.
Transparenz schafft Sicherheit.
Deshalb wollen wir unsere Projekte künftig noch stärker mit nachvollziehbaren Markt-, Technik- und Erlösdaten unterlegen.
Re-Twin ist für uns dabei kein Verkaufsargument.
Es ist ein Werkzeug.
Ein Werkzeug, mit dem wir unsere eigenen Annahmen hinterfragen und Investoren besser erklären können, warum eine Wirtschaftlichkeitsberechnung aussieht, wie sie aussieht.
Denn bei einem sechsstelligen Direktinvestment sollte die Antwort auf die Frage nach der Rendite niemals lauten:
„Das wird schon funktionieren.“


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